Unterlidstraffung

Tränensäcke entfernen

Eine Unterlidstraffung bietet sich in folgenden Fällen an: Entweder es hat sich ein Hautüberschuss am Auge gebildet oder aber das Fettgewebe der Augenhöhle ist vorgewölbt und bildet die sogenannten Tränensäcke.

Je nach Fall entfernt der Arzt nur die Fettpolster oder zusätzlich auch den Hautüberschuss. Manchmal sind auch die gesamten Weichteile der oberen Wange abgesackt, so dass diese Gesichtspartie hohl und traurig wirkt. In solchen Fällen ist ein Mittelgesichtslifting besser geeignet als eine reine Unterlidplastik.

Wie wird eine Unterlidstraffung durchgeführt?

Eine Unterlidplastik kann ambulant und in örtlicher Betäubung mit Dämmerschlaf durchgeführt werden. Der Eingriff setzt an der typischen tiefen Rinne am Knochenrand der Augenhöhle an. Diese löst der Chirurg über einen Zugang in der Bindehaut und breitet das vorgewölbte Fettgewebe über dem Knochenrand aus. Wenn kein eigentlicher Hautüberschuss besteht, kann der Operateur auf eine äußere Narbe verzichten.

Dieses Vorgehen führt zu weicheren Konturen der oberen Wangenpartie. Allerdings muss ein echter Hautüberschuss durch einen zweiten Schnitt direkt unter den Wimpern entfernt werden. Durch dieses Vorgehen mit zwei getrennten Inzisionen wird der dünne Muskel des Unterlides komplett geschont und damit die Gefahr eines Absinkens des Lids minimiert.

Ablauf eines Mittelgesichtsliftings

Oft wird eine Unterlidstraffung mit einem Mittelgesichtslifting (Midface-Lifting) kombiniert. In einem solchen Fall nutzt der plastische Chirurg den gleichen Zugang wie bei der Unterlidstraffung direkt unter der Wimpernkante.

Das abgesunkene Gewebe wird vom Knochen gelöst und dorthin angehoben, wo es sich früher befand. Hierdurch verjüngt sich die ganze Region des Mittelgesichtes. In der Regel bleiben die Patienten nach einem Mittelgesichtslifting eine Nacht zur Beobachtung in unserer Klinik in Augsburg.

Faktencheck

BetäubungLokalanästhesie + Sedativum
OP-Dauer90–150 Minuten
Klinikaufenthaltambulant/stationär
Arbeitsunfähig1–2 Wochen
Heilungszeit (Schwellung)4–6 Wochen
Gesellschaftsfähig nach1–2 Wochen
Sportunfähigkeit4 Wochen
Verbände1 Woche Pflaster

Vor dem Eingriff

Sie können den Erfolg des Eingriffs maßgeblich mitbeeinflussen, wenn Sie sich gut auf die Operation vorbereiten. Beginnen Sie damit bereits zwei Wochen vorher und bereiten Sie die Haut auf den Eingriff mit Hilfe einer geschulten Kosmetikerin vor.

Idealerweise hören Sie ebenfalls mindestens zwei Wochen vorher mit dem Rauchen auf und halten den Rauchstopp noch eine Woche nach der Lidoperation durch. So minimieren Sie die Gefahr von Wundheilungsstörungen und die Schwellzeit verkürzt sich. Vor einer Lidstraffung dürfen Sie zehn Tage lang keine gerinnungshemmenden Medikamente einnehmen.

Nach einer Lidplastik

Nach der Lidstraffung am Unterlid müssen Sie mit einer deutlichen Schwellung und mit Blutergüssen für zwei Wochen rechnen. Bei einem Mittelgesichtslifting können diese noch etwas länger andauern.

Verkürzen Sie diese Zeit durch eine konsequente Kühlung mit Eiswasser-Kompressen. Beim Verwenden von Kühlkompressen achten Sie drauf, dass diese nicht direkt auf der Haut liegen und nicht zu kalt sind. Eine Sonnenbrille schützt Sie vor neugierigen Blicken – am besten haben Sie einen Vorrat an Lebensmitteln zu Hause.

Schlafen Sie mit leicht erhöhtem Oberkörper, da die Schwellung so schneller abklingen kann. Mit Lymphdrainagen und einer professionellen Hautpflege können Sie beginnen, sobald nach einer Woche die Fäden entfernt wurden.

Verfahren wie Unterlidstraffung und Mittelgesichtslifting geben Ihnen ein frisches und junges Aussehen. Ob diese Eingriffe für Sie das Richtige sind, klären wir gerne in einem Beratungsgespräch in unserer Klinik am Forsterpark in Augsburg.

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